Welche Ansprüche haben Krebspatienten?

Welche Ansprüche haben Krebspatienten?

Neben der Sorge um die eigene Gesundheit stellt sich für die meisten Krebskranken auch die Frage, wie es um die zukünftige soziale Absicherung steht. Welche Möglichkeiten und Ansprüche ein Patient hat, muss individuell betrachtet werden, da verschiedene Faktoren wie Versichertenstatus und Wohnort eine Rolle spielen.

Kinderwunsch nach Krebserkrankung

FAQ zum Kinderwunsch nach Krebserkrankung

Wenn junge Erwachsene an Krebs erkranken, stellt sich oftmals die bange Frage, ob nach einer erfolgreichen Therapie noch eine Familiengründung möglich ist. Diese und weitere Ungewissheiten behandeln wir in unseren Kinderwunsch-nach-Krebs-FAQ. F: Wie wirkt sich eine Krebstherapie auf die Fruchtbarkeit aus? A: Die modernen Behandlungsmethoden wie Chemotherapie und Bestrahlung tragen glücklicherweise zur relativ hohen Überlebenswahrscheinlichkeit von 80 Prozent bei den 18- bis 39-jährigen Krebspatienten bei. Dennoch haben sie zum Teil starke Nebenwirkungen, und dazu kann auch eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit gehören – die auch bereits durch den Krebs selbst ausgelöst werden kann. So werden häufig nicht nur Krebszellen, sondern auch gesunde Keimzellen (Samen- und Eizellen) von den Zytostatika oder anderen Medikamenten wie auch bei einer Bestrahlung im Beckenbereich angegriffen. Auch wenn Kinder gegen Krebs behandelt werden, sollte gegebenenfalls schon an die spätere Fruchtbarkeit gedacht werden. F: Kann eine Krebstherapie genetische Schädigungen oder Fehlbildungen später geborener Kinder verursachen? A: Die Kinder von ehemaligen Krebspatienten sind durchschnittlich nicht weniger gesund als andere Babys. Der Grund dafür: Sollte die Krebserkrankung nämlich zu einer Schädigung der Keimzellen geführt haben, dann kommt es in der Regel erst gar nicht zu einer Schwangerschaft. Somit können werdende Eltern davon ausgehen, dass eine überstandene Krebserkrankung bei ihnen keine Auswirkungen auf den Nachwuchs haben wird – wenngleich die Forschungslage zu dieser Thematik noch nicht eindeutig ist. Unabhängig von einer Krebserkrankung gibt es aber natürlich in jeder Schwangerschaft das Risiko von Vorerkrankungen oder Fehlbildungen. F: Ist das Risiko bei Frauen und Männern gleich hoch? A: Nein. Männer haben den Vorteil, dass ihre Spermien immer wieder neu gebildet werden, so dass die Effekte einer Bestrahlung oder Chemotherapie nach einiger Zeit keine Rolle mehr spielen – es sein denn, die Stammzellen sind betroffen, was zu gänzlicher Unfruchtbarkeit führt. Die Eizellen der Frau hingegen sind schon bei ihrer Geburt vollzählig vorhanden und werden nicht neu gebildet, so dass Schädigungen im Rahmen einer Krebstherapie langfristige Auswirkungen haben können. F: Gibt es bestimmte Krebsarten, die besonders gefährlich für den Kinderwunsch sind? A: Ja. Eine geeignete Vorsorge empfiehlt sich vor allem bei Eierstock-Tumoren, Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphom, Mamma-, Zervix- und Endometriumkarzinom, Knochenkrebs sowie generell bei Krebserkrankungen im Magen-Darm-Trakt. F: Kommt es bei ehemaligen Krebspatientinnen häufiger zu Früh- und Fehlgeburten? A: Nein, nicht über alle Krebsarten hinweg. Sind jedoch Bestrahlungen oder Operationen im Beckenbereich erfolgt, besteht ein erhöhtes Risiko für Früh- und Fehlgeburten. F: Welche Möglichkeiten gibt es, auch bei eingeschränkter Fruchtbarkeit infolge einer Krebserkrankung gesunden Nachwuchs zu bekommen? A: Hier bietet die moderne Reproduktionsmedizin verschiedene Methoden an. Am bekanntesten ist die Kryokonservierung, also das Einfrieren von (befruchteten oder unbefruchteten) Eizellen und/oder Spermien. Auch Eierstock- oder Hodengewebe kann entnommen, eingefroren und später wieder transplantiert werden. F: Erstatten die Krankenkassen die Kosten für das präventive Einfrieren von Eizellen und/oder Spermien vor einer Chemotherapie? A: Nach Angaben der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs erstatten Krankenkassen das Einfrieren von Eizellen und Spermien vor einer Chemotherapie in der Regel nicht. Die Kosten liegen in etwa bei 4.000 bis 5.000 Euro bei Frauen und unter 1.000 Euro bei Männern, können allerdings…

Vorsorge bei jungen Menschen zählt

Vorsorge zählt – auch bei jungen Menschen

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. In einigen Fällen sind jedoch auch Kinder und junge Erwachsene betroffen. Bei ihnen zahlen sich Früherkennung und Behandlungsvorsorge daher ebenso aus wie bei der Ü40-Generation. Dass Kinder an Krebs erkranken, gehört zu den schlimmsten Schicksalsschlägen, die man sich – nicht nur als Eltern – vorstellen kann. Hoffnung kann für die Betroffenen jedoch insbesondere aus einer Zahl erwachsen: Die Überlebensrate der 0- bis 18-Jährigen liegt mit rund 80 Prozent wesentlich höher als bei Erwachsenen (etwa 50 Prozent). Rund 1.800 Kinder unter 15 Jahren und ihre Familien sucht das Schicksal einer Krebsdiagnose pro Jahr in Deutschland heim. Leukämie ist die häufigste Krebsart, sie betrifft fast jedes dritte krebskranke Kind. Danach folgen Hirntumoren (24 Prozent), Tumoren des Lymphgewebes (14) und Neuroblastome (7). Karzinome – bei Erwachsenen für neun von zehn Krebsfällen verantwortlich – kommen dagegen bei Kindern nur sehr selten vor. Mit ca. 15.000 ist die Zahl der jährlichen Krebsneuerkrankungen in der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen ebenfalls besorgniserregend, auch wenn der Anteil an den gesamten Neudiagnosen in Deutschland damit nur bei knapp 3 Prozent liegt. Gerade diese relative Seltenheit sorgt oft dafür, dass die Symptome erst spät richtig gedeutet werden. Gegenüber älteren Krebspatienten ist auch die Perspektive dieser Altersgruppe mit 80 Prozent Überlebensrate günstiger. Nichtsdestotrotz ist der Schock der Betroffenen groß, die häufig noch in der Ausbildung stecken oder gerade eine Familie gegründet haben. Neben der ungewissen gesundheitlichen Zukunft können hier finanzielle Sorgen hinzukommen. „Wir hatten hier Fälle, bei denen Studenten mit Krebs das BAföG gekürzt oder ihre Wohnung gekündigt wurde“, berichtet beispielsweise Frauke Frodl, Sprecherin der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, in der „Zeit“. Prophylaxe ist für alle Altersgruppen wichtig Den Gedanken an Krebs bis zum Alter von 40 oder 50 Jahren von sich zu schieben, erscheint angesichts dieser Situation fast fahrlässig. Denn Vorsorge ist immer noch die beste „Therapie“, das gilt für Krebs in besonderem Maße. Die Heilungschancen hängen stark vom Zeitpunkt der Diagnose ab, so dass Wachsamkeit und Früherkennung lebensrettend sein können, ebenso wie optimale Diagnoseinstrumente und -verfahren. Onkologen beklagen jedoch, dass gerade junge Erwachsene oftmals zu lange auf nötige Untersuchungen wie Kernspin warten müssten. Denn vielfach würde eine Krebserkrankung zunächst wegen des Patientenalters nicht in Betracht bezogen, die Dringlichkeit deshalb unterschätzt.  Analog dazu räumen auch die gesetzlichen Krankenkassen der Krebsvorsorge für unter 40-Jährige keine hohe Priorität ein, wie sich an den Altersgrenzen für die Erstattung von Vorsorgeuntersuchungen zeigt. Selbst Hautkrebs-Checks werden erst ab einem Alter von 35 Jahren erstattet, die Kosten für Mammografie-Screenings werden nur für über 50-jährige Patientinnen, die für Prostata-Untersuchungen allein für über 45-jährige Versicherte übernommen. Hier kann sich eine gute Krebs-Risikovorsorge vielfach auszahlen. Denn eine Versicherungslösung wie der Advigon.Krebs-SCHUTZ bietet unter anderem einen Vorsorge-Baustein, der mit verschiedensten Früherkennungsuntersuchungen den von den Krankenkassen angebotenen Schutzumfang deutlich erweitert. So lassen sich viele Vorsorgechecks bereits in jungen Jahren in Anspruch nehmen, beispielsweise auf Hautkrebs (ab 14 Jahren) oder Darmkrebs (ab 20 Jahren). Hinzu kommen zahlreiche Leistungen für den Fall einer Krebsdiagnose wie ärztliche Zweitmeinung, Begutachtung durch…