Wie geht es nach der Heilung von einer Krebserkrankung weiter?

Auch wenn die Therapie zum Erfolg geführt hat: Das Risiko eines Rückfalls oder einer Folgeerkrankung ist für Krebspatienten grundsätzlich gegeben. Für ein langfristig unbeschwertes Leben sollte die Nachsorge daher großgeschrieben werden.

Dank der stetigen Fortschritte der Krebsmedizin können immer mehr Krebspatienten – nach einem oft schweren Weg – als „geheilt“ entlassen werden. Über drei Millionen Menschen, die eine Krebserkrankung erfolgreich überstanden haben, leben mittlerweile in Deutschland. Aber auch nach einer erfolgreich behandelten Krebserkrankung wird das Leben in vielen Fällen nicht mehr so unbeschwert wie zuvor.

Denn das Rückfallrisiko ist, abhängig von Krebsart, Therapieform und individuellen Faktoren, zum Teil noch recht hoch. Das Gleiche gilt für das Auftreten von möglichen Langzeitnebenwirkungen, die das Leben überschatten und gefährden können. Rund jeder Zweite, der den Krebs langfristig besiegt hat, klagt über Gesundheitsprobleme. Ebenso hoch ist der Anteil der Krebsüberlebenden mit anderweitigen Einbußen an Lebensqualität. Diese können aus der psychischen Belastung oder auch aus sozialen Folgeproblemen wie Jobverlust resultieren.

 

Nachsorge für eine langfristige Heilung

Als Faustregel gilt, dass Nachsorgeuntersuchungen in den ersten fünf Jahren nach Therapieabschluss besonders engmaschig erfolgen sollten. Danach gilt die Erkrankung, sofern keine neuen Metastasen auftreten, gemeinhin als „überstanden“. Abhängig vom Risikoprofil des Patienten können aber auch dann noch regelmäßige Kontrollen sinnvoll sein. Denn neben einem erneuten Ausbruch der Krebserkrankung können unerwünschte Langzeit- und Spätfolgen der verschiedenen Krebstherapien auftreten. Dazu gehören beispielsweise Herz- und Nervenschädigungen infolge von Chemotherapie, Herz-Kreislauferkrankungen, Hauttumore und geistige Einschränkungen durch Strahlentherapie oder Verdauungsbeschwerden nach Operationen.

Eine gründliche, umfassende Nachsorgeplanung ist heute in Deutschland in der Onkologie Standard. Krebspatienten, die neben den im engeren Sinne medizinischen Untersuchungen weitere Hilfen in Anspruch nehmen möchten, finden in den Krebsberatungsstellen geeignete Ansprechpartner. Das Deutsche Krebsforschungszentrum hält eine aktuelle Übersicht bereit.

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